Bremen: Place Branding zur Stärkung der Identität einer Stadt und zur Förderung des Kulturerbes
Der Slogan „Bremen – Live It!" mag auf den ersten Blick schlicht wirken, aber die Umsetzung überzeugt in der Praxis.
- Fesselndes Storytelling. Es gibt einen kostenlosen Audioguide in 6 Sprachen, der zu 13 Stationen rund um die Innenstadt führt. Mein Favorit: das HochzeitsHaus, ein Haus, das an Paare vermietet wurde, die in der Kathedrale heiraten wollten und dafür einen Wohnsitz in der Stadt nachweisen mussten — eine Voraussetzung im Mittelalter. Heute ist es wohl das kleinste Hotel der Welt, mit nur 2 Zimmern.
- Durchdachte Zielgruppensegmentierung. Die digitale Präsenz ist auf ein vielfältiges Publikum zugeschnitten, von Familien bis zu Sportfans. Es gibt sogar einen von Frauen kuratierten Bereich zu Themen wie Kultur und Feminismus.
- Barrierefreiheit ist kein Nachgedanke. Es gibt eine Fülle an Informationen, die Bremen als barrierefreie Stadt bewerben, einschließlich barrierefreier Hotels und Sehenswürdigkeiten. Website und Audioguide erhalten zudem Versionen in Leichter Sprache, ideal für Deutschlernende und Menschen mit Lernschwierigkeiten.
- Authentische lokale Stimmen. Die Instagram-Initiative „Bremen Locals" lässt unterschiedlichste Bewohner (von Dragqueens bis zu Stadtführern) ihre persönlichen Lieblingsorte teilen.
Ich habe Bremen mit dem klaren Eindruck verlassen, wie lebenswert diese Stadt ist.